Science-fiction-Weltbestseller-Autor-L. Ron Hubbard

Autor-Hubbard

L. Ron Hubbard, der schon zu Lebzeiten legendäre Autor dieses Werks, wurde 1911 als Sohn eines US-Marineoffiziers geboren. Er wuchs in der Weite des amerikanischen Westens heran und gewöhnte sich in der Kindheit an ein rauhes, naturverbundenes Leben; und schließlich kam er selbst aufs Meer hinaus. So wurden die Cowboys und Indianer, die Prärien und Gebirgsketten von Montana bald durch ganz andere Eindrücke kontrastiert: Fahrten auf hoher See, uralte Tempel und das Gewimmel des Fernen Ostens, den er als Teenager kennenlernte.
 
 
Bis zum Alter von neunzehn Jahren hatte er auf seinen Reisen bereits über 400.000 Kilometer zurückgelegt. Was er sah und erlebte, zeichnete er in einer Reihe von Tagebüchern auf, in die sich bereits literarische Ideen mischten.
 
Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten führten seine Entdeckerfreude und Abenteuerlust ihn als wandernden Kunstflieger an den Himmel hinauf; durch Geschick und Wagemut gelangte er hierbei rasch zu einigem Ruhm.
 
Er kehrte dann auf den Ozean zurück, diesmal an Bord eines Viermastschoners, um Expeditionen in die Karibik zu leiten. Dort erwarteten ihn weitere spannende Erlebnisse, die ihm als Vorrat für seine spätere schriftstellerische Tätigkeit dienten.
 
Aus seinen Reisen und der persönlichen Erfahrung mit 21 verschiedenen Rassen und Kulturen schöpfend, brachte er eine erstaunliche Fülle an Erzählungen hervor: Abenteuer in der Luft, auf dem Lande und zur See, Wildwestromane, Krimis und Detektivgeschichten - eine breite Unterhaltungspalette, die einen stetig wachsenden Leserkreis in ihren Bann zog.
 
Wie andere führende Belletristen jener Ära folgte L. Ron Hubbard 1937 dem Ruf nach Hollywood, wo er sich schon bald als Drehbuchautor populärer Filme einen Namen machte; ein Kassenmagnet wurde zum Beispiel die von Columbia produzierte Serie Das Geheimnis der Schatzinsel.
 
Das Verlagsfilmimperium Street and Smith, besorgt über den nachlassenden Absatz seines bedeutenden Magazins Astounding Science Fiction, rief 1938 die besten Abenteuerschriftsteller der USA dazu auf, einen neuen Ansatz zu wagen. Die Aussicht, Science-fiction zu schreiben, war für L. Ron Hubbard zwar faszinierend, aber er gab zu bedenken, daß im Mittelpunkt seiner Erzählungen nicht Maschinen und Geräte, sondern Menschen stünden. Genau das wollen wir, lautete die Antwort. Das Resultat machte Geschichte.
 
Von Street and Smith ermuntert, schrieb L. Ron Hubbard eine Fülle an Erzählungen, die das Spektrum dieser Literaturgattung ausweiteten und ihm als einem der Gründungsväter des goldenen Zeitalters der Science-fiction bleibenden Ruhm sicherten.
 
L. Ron Hubbard überschritt die Grenzen der bloßen Science-fiction, indem er seine Leser mit erregenden, neuartigen Phantasien auf die Folter spannte. Um die offensichtliche Nachfrage zu stillen und dem entstehenden Fantasy-Markt ein Forum zu verschaffen, gründete Street and Smith ein Magazin mit dem Namen Unknown.
 
Das Grauen erschien erstmals in der Unknown - Ausgabe vom Juli 1940; die Leser waren überrascht. Hier wurden für die Horrorliteratur neue Maßstäbe gesetzt. Ray Bradbury hat geäußert, die Lektüre dieser Erzählung habe ihm in seiner eigenen schriftstellerischen Karriere als entscheidende Anregung gedient; er war so beeindruckt, daß er sogar eine Hörspielfassung inszenierte. Das Grauen hat sich zweifellos als denkwürdigste Geschichte des Unkown - Magazins er-wiesen.
 
Der zweite Weltkrieg begann; L. Ron Hubbard wurde Mitte 1941 zum Dienst in der US-Marine eingezogen. Als die 40er Jahre endeten, schrieb er keine Romane mehr, denn seine Kriegserlebnisse hatten ihm eindringlich bewußt gemacht, daß die tieferen Ursachen der menschlichen Grausamkeit gegen den Menschen erforscht werden mußten. Während der nächsten 32 Jahre widmete er sich der Forschung; die viele tausend Seiten umfassenden Ergebnisse veröffentlichte er in zahlreichen Sachbüchern und Artikeln über die Natur des Menschen.
 
Zur Feier seines 50jährigen Jubiläums als professioneller Schriftsteller schrieb er jedoch 1982 den internationalen Knüller Kampf um die Erde, den kollosalsten Science-fiction-Roman aller Zeiten. Durch ihre beislpiellose Popularität wurde diese Heldenerzählung weltweit zum Verkaufsschlager, belegt durch die Bestsellerlisten der Sunday Times, der New York Times und vieler anderer Medien. In den USA zum Beispiel hielt sich das Buch 32 Wochen lang auf nationalen Bestsellerlisten.
 
Aber sein abschließendes Meisterwerk in der Science-fiction kam erst noch. Im Anschluß an Kampf um die Erde setzte sich L. Ron Hubbard an den Schreibtisch und vollbrachte, was wenige seiner Kollegen zu träumen wagten - von der Verwirklichung ganz zu schweigen. Er schrieb das zehnbändige (satirische) Science-fiction-Werk Mission Erde. Dieses tempogeladene, humorvoll geschilderte Abenteuer, gespickt mit ätzenden gesellschaftlichen Kommentaren zur heutigen Zivilisation, erweiterte die Science-fiction-Literatur um eine völlig neue Dimension. Wieder hatte L. Ron Hubbard zum Ergötzen seiner Millionen Leser einen neuen Trend ausgelöst.
 
Aber das allein genügte ihm nicht. Ein Leben lang hatte er sich bemüht, nicht nur das Publikum zu unterhalten, sondern Menschen zu helfen. 1984 beschloß er, hoffnungsvolle Autoren beim Stapellauf ihrer Karriere im harten Konkurrenzkampf des literarischen Marktes zu unterstützen. Zu diesem Zweck rief er für neue Science-fiction-Autoren den internationalen Kurzgeschichten-Wettbewerb Writers of the Future (Schriftsteller der Zukunft) ins Leben. Der Wettbewerb weitete sich rasch aus, und bald erschien alljährlich eine Anthologie der Siegerbeiträge. Den neuen Autoren wurde damit eine bedeutende Anerkennung zuteil, die ihren weiteren Weg in der Verlagswelt erleichterte. Das Prestige dieses Programms wuchs, und 1989 machte sich der Schriftstellerverband bei den Vereinten Nationen zum Gastgeber der jährlichen Preisverleihung des von L. Ron Hubbard geschaffenen Wettbewerbs. Im selben Jahr kam ein anderes Programm in Gang, das L. Ron Hubbard konzipiert hatte, nämlich um aufstrebenden Künstlern zu helfen: der Wettbewerb Illustrators of the Future. Schon bald wurde aus aller Welt eine Flut von Illustrationen eingereicht.
 
Am 24. Januar 1986 schied L. Ron Hubbard aus diesem Leben. Sein literarisches Vermächtnis umfaßt über 330 Romane, Kurzromane, Kurzgeschichten und dramatische Werke, die eine breite Vielfalt von Themen umfassen - einschließlich Abenteuergeschichten, Western, Krimis, Fantasy und Science-fiction. Bis Ende der 80er Jahre waren von seinen erzählenden Büchern bereits über 44.000.000 Exemplare verkauft.
 
L. Ron Hubbards Belletristik ist in 66 Ländern rund um die Welt erhältlich, und Übersetzungen gibt es in einem Dutzend verschiedener Sprachen. Unveröffentlichte Werke aus seinem literarischen Nachlaß sowie die enorme Bibliothek seiner existierenden Klassiker werden in den kommenden Jahren weiter zugänglich gemacht, indem sie als Erst- oder Neuausgaben erscheinen und für Film oder Fernsehen bearbeitet werden.